Dorfmoderation 2011


Gestaltung des Schulhof
Arbeitsgruppentreffen am 13.09. 2011
 
Teilnehmer siehe Anwesenheitsliste
 
Die Gestaltung des Schulhof wurde in den vorangegangenen Treffen bereits intensiv bearbeitet. Die vom Moderationsbüro zusammengefassten Ergebnisse der Überlegungen ( siehe Vermerk und Skizze vom 25.07.2011) wurden den Teilnehmern abschließend vorgelegt.
Einvernehmlich soll nun dem Ortsgemeinderat folgende Projektidee unterbreitet werden:
 
Der „Schulhof“ ist gleichzeitig der zentrale Dorfmittelpunkt, sowohl in optisch wahrnehmbarer als auch in funktionaler Hinsicht. Es handelt sich daher um einen besonders sensiblen Bereich der Ortsmitte.
Daher ist das Ziel der Vorschläge zur Gestaltung die Schaffung eines „DORFPLATZ FÜR JEDERMANN“
 
Vorhandene Nutzungsansprüche
1. Parkplatz
·        Für das Bürgerhaus sind auf der Fläche ca. 84 Stellplätze nachgewiesen,
·        ebenso die Stellplätze für den Tennisplatz. Der Parkplatz wird ferner genutzt von
·        Kirchenbesuchern
·        Teilnehmern an Beerdigungen
·        Teilnehmern von Sportveranstaltungen
2. Schulhof.
·        Die Parkplatznutzung ist vormittags bis 14.00 Uhr, während des Schulbetriebs ausgeschlossen.
·        Während der Schulzeit findet auch der Verkehrsunterricht statt, dazu sind entsprechende Fahrstrecken auf dem Pflasterbelag aufgezeichnet.
·        Besonderes Problem der Schulhofnutzung ist der Zugang, da die Kinder die Schulstrasse überqueren müssen, um die Pausenfläche zu erreichen.
3. Spielplatz
·        Die Fläche wird auch nachmittags als Spielfläche, insbesondere für Fahraktivitäten, Fahrrad, Roller, Skateboard, Rollerskate etc. sowie Ballspiele genutzt
4. Festplatz
·        Aufstellfläche für Festzelt
·        Für die Kirmes werden ausreichend große Flächen für Fahrgeschäfte und Buden benötigt.
 
Die verschiedenen Nutzungsansprüche konkurrieren miteinander, insbesondere die Parkplatznutzung und die Nutzung als Spielfläche bieten Konfliktpotential.
 
 
Gestaltung
Außer einem kleinen Teilbereich der als Grünfläche angelegt ist und der vier Linden wirkt der Platz durch seine große, ungegliederte Pflasterfläche wenig ansprechend.
 
Folgende Vorschläge wurden erarbeitet:
 
A. Gegliederte Flächennutzung:
1. Gestaltung eines Aufenthaltsbereich im Zusammenhang und als Erweiterung der vorhanden Grünfläche
2. Eine Teilfläche an Werktagen nachmittags vom Parken ausnehmen und als Spielfläche freihalten.
3. Übrige Teilfläche generell immer beparkbar
Die gesamte Fläche wird nur für große Veranstaltungen, z. B Karnevalssitzungen etc., zum Parken freigegeben.
4. Durch aufmalen von Spielfeldern das Angebot an Spielmöglichkeiten verbessern
 
B. Optische Aufwertung
durch ergänzende Baumpflanzung entlang der Schulstrasse oder vor der Turnhalle, dies ist mit der Anordnung der Stellplätze und der Kirmesbuden/ Fahrgeschäfte und Größe des Festzeltes abzustimmen.
 
C. Gestaltung des Aufenthaltsbereich
Im Bereich der vorhandenen Grünfläche neben dem Durchgang zum Bolzplatz kann eine zusätzliche Fläche als Spiel- und Aufenthaltsbereich gestaltet werden.
Insgesamt stehen ca 350m² zur Verfügung, unter Einbeziehung der vorhandenen Grünfläche.
Die angestrebte Funktion dieser Fläche ist folgende:
 
Dieser Bereich soll sowohl Spielbereich für Schulkinder als auch ein Aufenthaltbereich für alle Generationen werden.
 
Durch die vorhandenen Bäume entsteht eine räumlich wahrnehmbare Aufenthaltszone.
Es wird vorgeschlagen, den langgestreckten Bereich durch zwei entgegengesetzt verlaufende Sitzmauern optisch als Platz erkennbar zu machen. Es entstehen dadurch zwei miteinander verbundene Aufenthaltsbereiche. Vor der Turnhalle entsteht eine Ruhezone, hier könnten auch z. B Eltern auf die Kinder warten, welche in den Übungsstunden sind. Die Sitzmauer oder Bank vor der Turnhalle wäre mit Blickbeziehung zum Platz angeordnet und erhielte evtl. eine berankte Pergola als „Rückenschutz“
Der gegenüberliegende Aufenthaltsbereich wäre überwiegend Spielzone.
Die dort, der vorbeschriebenen Sitzgelegenheit entgegengesetzt angeordnete Sitzmauer ermöglicht die Blickbeziehung sowohl zum Platz ( für größere Veranstaltungen) als auch zur Spielfläche. Dies könnte durch zwei unterschiedlich Höhen erreicht werden. Zum Platz hin ist die Mauer ca. 45 cm hoch, zu der Spielfläche wird dann eine zweite Stufe in halber Höhe vorgelagert. So entstehen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten wie z. B
 
  • Als Versammlungsplatz
  • Kleines „Amphitheater“
  • Balancierlinie
  • Hüpfspiellinie

     
Evtl. kann auch ein Spielgerät auf der Fläche angeordnet werden, dieses sollte aber sehr vielfältige Spielfunktionen erfüllen können und nicht die obengenannten Funktionen einengen.
Die vorhandene Grünfläche und Baumbepflanzung wird integriert.
 
Weiterhin sollten im Rahmen dieser Maßnahme, zur Nutzungsverbesserung des gesamten Platzes bei Festveranstaltungen die Ver- und Entsorgungseinrichtungen überprüft und ggfls. ergänzt werden:
Ent- und Bewässerung ( Wasseranschluss für Kirmes etc. in Verbindung mit Pumpe)
Stromanschluss für Buden und Fahrgeschäfte und Beleuchtung.
 
Um die Aufenthaltbereiche möglichst einladend zu gestalten, wäre es wünschenswert, die Hauptzufahrt zu dem Schulplatz zu verlegen in Richtung Kirche und durch zusätzliche Baumpflanzung die durch die Umgestaltung angestrebte, optische Aufwertung noch zu steigern.
 
Seitens der in der Arbeitsgruppe Mitwirkenden Jugendlichen wird vorgeschlagen, die Mauer neben der Treppe zu bemalen.
 
Die Gestaltungsvorschläge sind für alle Themenbereiche der Dorfmoderation von Bedeutung, da sie sich positiv auswirken auf:
·        Ortsbild
·        Grün im Dorf
·        Dorfgemeinschaft- Generationen
·        Verkehr
·        Tourismus
 
Realisierung
 
1.       Als erster Teilabschnitt könnte das „Wäldchen“ (vorhandene Grünfläche) gestaltet werden. Dies könnte relativ kostengünstig erfolgen und brächte eine kurzfristige Verbesserung der Spielmöglichkeiten.
2.       Auch die seitens der Schule angestrebte Bemalung der temporären Spielflächen (Parkplätze) sowie die Bemalung der Mauer neben der Treppe könnte kurzfristig erfolgen.
3.       Die Anlage der Aufenthaltsbereiche, welche die vorhandene Grünfläche ergänzen sollen, müsste an Hand der, im Rahmen der Dorfmoderation erarbeiteten Vorschläge vertiefend geplant werden. Der Realisierungszeitpunkt ist von der Ortsgemeinde nach Prüfung der Fördermöglichkeiten zu bestimmen.
4.       Sofern der Ortsgemeinderat einverstanden ist, könnten versucht werden, die Punkte 1 und 2 durch die Arbeitsgruppe zu organisieren.
 
Die Ideenskizze vom 25.07.11 wird durch einen Vorentwurf von Herrn Dipl. Ing. Stefan Koehler ergänzt.
 

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