Dorfmoderation 2011


Arbeitgruppe Infrastruktur/ Verkehr
30.03 2011 und 14.04.2011

Bestand/ Problembereiche

Die Teilnehmer waren aufgefordert mittels Klebepunkte in einem Ortsplan die Bereiche, in welche aus ihrer Sicht Probleme bestehen, kenntlich zu machen und anschließend zu erläutern:

1.und 2. Bushaltestellen
Die drei Haltestellen liegen sehr eng beieinander, ein großer Teil des Dorfes hat sehr  weitem Weg 
(der Ortsbürgermeister verweist zu diesem Thema auf einen aus Sicherheitsgründen getroffenen Ratsbeschluss)

3. Parken
In der Kirchstrasse bis zur Bäckerei sind Parkplätze knapp,
Anregung: Bei evtl. Gebäudeleerständen frei werdende Flächen zu Parkplätzen umnutzen

4.Schulhof
zu viele Autos, auch Nachmittags und Abends, auch Treffpunkt für Jugendliche, die dann Müll hinterlassen

5. Bolzplatz/ Schulsportanlage
Die Sportanlage ist öffentlich nutzbar, was positiv beurteilt wir. Probleme bestehen durch unbefugtes Anfahren mit Autos durch Ortsfremde und durch Vandalismus  (Zerstörung des Zauns)

6. Hochstrasse
Die vorhandene Parkordnung wird nicht respektiert

7. Junker-Schilling-Strasse
Die vorhandene Parkordnung wird nicht respektiert

8. Von der Leyen-Strasse
Die vorhandene Parkordnung wird nicht respektiert

9. Schulstrasse
Die Schulstrasse muss von den Kindern überquert werden um auf den Schulhof zu gelangen

10. Keltenstrasse
Hier wird oft mit zu hoher Geschwindigkeit gefahren

11. Siegfriedstrasse
Die Kurve motiviert Mofa- und Rollerfahrer zu „Geschwindigkeitstest“

Allgemein: Vorhandene private Stellplätze werden nicht genutzt


Ideen zur Problemlösung

1. Leitplan –aus Kindersicht- für Erwachsene
2. Ungeregeltes Parken ermöglicht mehr Parkplätze und ist Geschwindigkeitsbremse
3. Verkehrsunterricht für Schüler als „Motivation“ für Erwachsene ( Kinder beobachten und kritisieren Regelverstöße)
4. Leerstehenden Gebäude abbrechen um Parkplätze zu schaffen
5. Auf die Parkplätze für Infrastruktureinrichtungen wie z. B Bank, Massagepraxis, Bäcker etc. gesondert hinweisen
6. Zukünftige Gebäude von der Strasse zurücksetzen um Flächen zu gewinnen,
7. dagegen spricht: Historische Bausubstanz erhalten
8. Hausenerstrasse erhält breitere Gehwege
9. Bushaltestellen besser im Dorf verteilen
10. Anfahren weiterer Bushaltestellen zu ausgewählten, festgelegten Zeiten
11. Soweit möglich lieber Gehwege als Mischflächen, das sei für Kinder sicherer

 

Ergebnis der Diskussion über die am 30.03.11 formulierten Ideen waren die folgenden Maßnahmen und Projektvorschläge:

1. Kinderplan
Realisiert werden könnte ein solcher Plan als Gemeinschaftsprojekt einer oder zweier Schulklassen, z. B  wäre denkbar im Rahmen des Verkehrsunterricht, unter Begleitung der Lehrpersonen ( Verkehrspolizei) das Dorf zu Begehen und für Kinder wichtige Gegebenheiten im Straßenverkehr festzuhalten ( Notizen und Fotos)
Die Ergebnisse werden in der Klasse besprochen, dann z. B im Kunstunterricht gemalt und zum Schluss als Plan zusammengestellt.
2. „Kinderknöllchen
Kinder hängen selbstgemalte und geschriebene Flyer oder Aufkleber an Autos: z.B
„Sie stehen auf unserem Gehweg.
„Hier ist Parken nicht erlaubt“
„Sie versperren unseren Schulweg“ etc
Dies müsste auch unter Begleitung Erwachsener erfolgen und wäre eine einmalige Aktion
3. Holzfiguren
Zu dem Vorschlag „Kinderplan“ kamen im Laufe der Diskussion Zweifel auf, ob man damit auch die „Betroffenen“ erreichen könne. Favorisiert wurde der Vorschlag, bemalte Holzfiguren aufzustellen, die anschaulicher als übliche Verkehrsschilder sind. Diese könnten aus Schablonen gefertigt und gemeinsam mit Kinder bemalt werden. (ein Beispiel ist als Anlage beigefügt)
4. Kontrolle
Die Anwesenden waren einhellig der Meinung, das auch Kontrollen durch die Ordnungsbehörde mit gebührenpflichtigen Verwarnungen durchgeführt werden sollten.
5. Übereinstimmung bestand auch darin, das keine der Maßnahmen für sich allein ausreichend erfolgversprechend wäre, am besten sollten Kontrollen durchgeführt und diese noch mit „Aktionen zur Bewusstseinsbildung“ ergänzt werden.
Insbesondere in der Hochstrasse seien die Beeinträchtigungen durch „Fehlverhalten“ gravierend.
6. Der Vorschlag „Kinderplan“ wurde nochmals aufgegriffen und könnte, nicht ausschließlich zum Themenschwerpunkt „Verkehr“ sondern im allgemeinen als Beteiligungsprojekt durchgeführt werden. Hierzu gibt es Beispiele mehrerer Gemeinden und Städte.
7. Bzgl. der Anordnung der Bushaltestellen im Dorf wurde noch mal darauf hingewiesen, das es ohnehin schwierig ist, die Verkehrsgesellschaft zu motivieren in das Dorf hineinzufahren, diese bevorzugen die Haltepunkte nur am Ortsrand um störungsfrei und schnell weiterfahren zu können. Daher wurde vorgeschlagen, eine „Dorf- Mitfahrgelegenheit“ zu gründen. Dies ist allerdings schwierig öffentlich zu organisieren, da Privatpersonen sich nach ihren persönlichen Terminen und nicht nach festgelegten Fahrplänen richten. Auch ist eine Konkurrenz zu Bus und Bahn unbedingt zu vermeiden. Zum Schluss waren die Teilnehmer der Meinung, das man ohnehin im privaten, nachbarschaftlichen Rahmen so oft es notwendig und möglich sei, auf Hilfe angewiesene Personen mitnähme.
8. Grundsätzlich angesprochen wurde das Ziel der „Dorfmoderation“, da die Befürchtung bestand, das die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht realisiert werden, weil sich niemand verantwortlich fühlt.
Hierzu war festzustellen:
Die Dorfmoderation bietet dem Bürger die Gelegenheit zur aktiven Mitwirkung und Auseinandersetzung mit der zukünftigen Entwicklung des Dorfes. Es können Zielvorstellungen und Projektideen als Grundlage für die Fortschreibung des Dorfentwicklungskonzeptes formuliert werden und gemeinschaftliche Initiativen der Bürger initiiert und durchgeführt werden.
9. Die Idee der Holzfiguren sollte weiterverfolgt und dann auch als Gemeinschaftsaktion realisiert werden, dadurch kann zum einen mehr Interesse und somit „Bewusstsein“ geweckt als auch Vandalismus vorgebeugt werden.

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